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Verbindungstechnik

So überprüfen Sie die PED-Zertifizierung von Verbindungselementlieferanten: Ein praktischer Leitfaden

2026-06-23·8 min

Einleitung

Bei der Beschaffung von Verbindungselementen für Druckgeräteanwendungen in der Öl- und Gas-, petrochemischen oder Energieerzeugungsindustrie ist die Einhaltung der Druckgeräterichtlinie (PED) 2014/68/EU unverhandelbar. Es reicht jedoch nicht aus, dass ein Lieferant lediglich eine PED-Zertifizierung behauptet. Einkaufsingenieure und Projektmanager müssen wissen, wie sie überprüfen können, ob die Zertifizierung echt, anwendbar und ordnungsgemäß dokumentiert ist. Dieser Leitfaden bietet eine schrittweise Vorgehensweise zur Überprüfung der PED-Zertifizierung von Verbindungselementlieferanten, einschließlich der relevanten Module, Schlüsseldokumente, EN 10204 3.1-Zertifikate, häufige Fallstricke und eine praktische Checkliste.

Verständnis der PED 2014/68/EU-Module für Verbindungselemente

PED 2014/68/EU klassifiziert Druckgeräte in Kategorien basierend auf Druck, Volumen und Fluidgruppe. Verbindungselemente wie Stiftschrauben und Muttern fallen je nach Risikoniveau der Baugruppe in Kategorie I, II, III oder IV. Die anwendbaren Konformitätsbewertungsmodule sind:

  • Modul A (Interne Fertigungskontrolle) – für Kategorie I, selten für Verbindungselemente verwendet.
  • Modul A2 (Interne Fertigungskontrolle mit überwachten Produktprüfungen) – für Kategorie II.
  • Modul B + C2 (EU-Baumusterprüfung + Konformität mit dem Typ auf der Grundlage interner Fertigungskontrolle mit überwachten Produktprüfungen) – für Kategorie III.
  • Modul B + D (EU-Baumusterprüfung + Qualitätssicherung des Produktionsprozesses) – für Kategorie III/IV.
  • Modul H (Umfassende Qualitätssicherung) – für Kategorie IV, häufig von hochwertigen Verbindungselementherstellern verwendet.

Für Verbindungselemente sind die häufigsten Module Modul A2 (Kategorie II) und Modul H (Kategorie IV). Der Lieferant muss eine gültige EG-Konformitätserklärung und die entsprechende CE-Kennzeichnung auf dem Produkt oder der Verpackung anbringen.

Wichtige Dokumente, die von Lieferanten anzufordern sind

Um die PED-Konformität zu überprüfen, fordern Sie die folgenden Dokumente von Ihrem Verbindungselementlieferanten an:

DokumentZweckWichtige zu prüfende Elemente
EG-Konformitätserklärung (DoC)Formelle Erklärung, dass das Produkt die PED-Anforderungen erfülltHerstellername, Adresse, Produktbeschreibung, verwendete Normen, benannte Stelle (falls zutreffend), Unterschrift, Datum
EN 10204 3.1-ZertifikatMaterialprüfbescheinigung, die chemische und mechanische Eigenschaften bescheinigtSchmelzennummer, Chargennummer, chemische Analyse, Zug-/Streckgrenze, Härte, Kerbschlagwerte (falls erforderlich)
Zertifikat der benannten Stelle (falls zutreffend)Für Module mit Fremdprüfung (z. B. Modul H)Kennnummer der benannten Stelle (z. B. 0044, 0123), Gültigkeitsdatum, Geltungsbereich
Qualitätsmanagementsystem-Zertifikat (ISO 9001 oder IATF 16949)Stellt eine gleichbleibende Produktionsqualität sicherGeltungsbereich umfasst die Herstellung von Verbindungselementen, Gültigkeit, ausstellende Stelle
RückverfolgbarkeitsaufzeichnungenVerbindet das Produkt mit der Schmelzennummer und der ProduktionschargeKlare Kennzeichnung auf dem Produkt/der Verpackung, konsistent mit dem Zertifikat

So überprüfen Sie EN 10204 3.1-Zertifikate

Das EN 10204 3.1-Zertifikat ist das wichtigste Dokument zur Überprüfung der Materialkonformität. So validieren Sie es:

  1. Überprüfen Sie das Zertifikatsformat: EN 10204 3.1-Zertifikate müssen vom Hersteller (nicht von einem Dritten) ausgestellt werden und den Namen, die Adresse und die Unterschrift des Herstellers enthalten. Das Zertifikat sollte deutlich „EN 10204 3.1“ angeben und eine eindeutige Zertifikatsnummer enthalten.
  2. Überprüfen Sie die Schmelzennummer: Die Schmelzennummer auf dem Zertifikat muss mit der auf dem Verbindungselement eingestanzten Schmelzennummer übereinstimmen (z. B. auf dem Kopf einer Sechskantschraube oder am Ende der Stiftschraube). Bei Muttern befindet sich die Schmelzennummer oft auf der Verpackung.
  3. Überprüfen Sie die chemische Zusammensetzung: Vergleichen Sie die chemische Analyse mit der anwendbaren ASTM-Norm (z. B. ASTM A193 B7 erfordert spezifische Grenzwerte für Kohlenstoff, Mangan usw.). Stellen Sie sicher, dass alle Elemente innerhalb der Spezifikation liegen.
  4. Überprüfen Sie die mechanischen Eigenschaften: Prüfen Sie Zugfestigkeit, Streckgrenze und Härte. Für Tieftemperaturanwendungen (ASTM A320 L7) überprüfen Sie die Kerbschlagprüfergebnisse bei der angegebenen Temperatur.
  5. Prüfen Sie auf zusätzliche Anforderungen: Wenn die Einhaltung von NACE MR0175/ISO 15156 erforderlich ist, sollte das Zertifikat Härtegrenzen enthalten (z. B. ≤ HRC 22 für B7 in Sauergasumgebung).
  6. Validieren Sie die Unterschrift: Das Zertifikat muss vom autorisierten Vertreter des Herstellers unterschrieben sein. Einige Lieferanten verwenden digitale Signaturen; stellen Sie sicher, dass diese überprüfbar sind.

Häufige Fallstricke und Warnsignale

  • Fehlende oder unvollständige DoC: Ein Lieferant, der keine EG-Konformitätserklärung vorlegen kann, ist ein großes Warnsignal. Die DoC muss das anwendbare PED-Modul und die Normen referenzieren.
  • EN 10204 3.2 anstelle von 3.1: EN 10204 3.2-Zertifikate werden von einer unabhängigen dritten Stelle (z. B. einer benannten Stelle) ausgestellt. Obwohl akzeptabel, ist 3.1 für Verbindungselemente üblicher. Stellen Sie sicher, dass der Zertifikatstyp Ihren Anforderungen entspricht.
  • Inkonsistente Schmelzennummern: Wenn die Schmelzennummer auf dem Produkt nicht mit dem Zertifikat übereinstimmt, ist das Produkt möglicherweise nicht rückverfolgbar. Lehnen Sie solche Chargen ab.
  • Abgelaufenes Zertifikat der benannten Stelle: Für Modul H hat das Zertifikat der benannten Stelle eine Gültigkeitsdauer (in der Regel 3 Jahre). Überprüfen Sie das Ablaufdatum.
  • Unklarer Geltungsbereich des ISO-Zertifikats: Das ISO 9001-Zertifikat des Lieferanten sollte ausdrücklich „Verbindungselemente“ oder „Schrauben und Muttern“ im Geltungsbereich enthalten. Ein allgemeiner Geltungsbereich kann auf begrenzte Fachkenntnisse hindeuten.
  • Keine CE-Kennzeichnung: Für Produkte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, muss die CE-Kennzeichnung angebracht sein. Ihr Fehlen deutet auf Nichtkonformität hin.

Checkliste für Einkaufsingenieure

Verwenden Sie diese Checkliste bei der Bewertung eines Verbindungselementlieferanten hinsichtlich PED-Konformität:

  • [ ] Der Lieferant stellt eine gültige EG-Konformitätserklärung (DoC) zur Verfügung, die auf PED 2014/68/EU und das anwendbare Modul verweist.
  • [ ] EN 10204 3.1-Zertifikate werden für jede Schmelze/Charge bereitgestellt, mit übereinstimmenden Schmelzennummern auf den Produkten.
  • [ ] Chemische und mechanische Eigenschaften entsprechen der angegebenen ASTM/EN-Norm.
  • [ ] Falls NACE MR0175 erforderlich ist, werden Härte und andere Grenzwerte überprüft.
  • [ ] Das Zertifikat der benannten Stelle (falls Modul H) ist aktuell und deckt den Produktbereich ab.
  • [ ] Das ISO 9001- oder IATF 16949-Zertifikat ist gültig und umfasst die Herstellung von Verbindungselementen.
  • [ ] Die CE-Kennzeichnung ist auf dem Produkt oder der Verpackung vorhanden.
  • [ ] Ein Rückverfolgbarkeitssystem ist vorhanden (Schmelzennummern, Chargenaufzeichnungen).
  • [ ] Der Lieferant kann vor der Bestellung ein Musterzertifikat zur Überprüfung vorlegen.
  • [ ] Der Lieferant hat Erfahrung mit Ihrer spezifischen Anwendung (z. B. Öl & Gas, Petrochemie).

LOKRONs Engagement für PED-Konformität

Bei LOKRON (Suzhou Fulida) liefern wir hochfeste Stiftschrauben, Sechskantschrauben und Muttern, die vollständig der PED 2014/68/EU entsprechen. Unsere Zertifizierungen umfassen:

  • PED 2014/68/EU mit Modul H (umfassende Qualitätssicherung), bewertet durch eine benannte Stelle.
  • EN 10204 3.1-Zertifikate für jede Charge mit vollständiger Rückverfolgbarkeit.
  • ISO 9001 und IATF 16949 Qualitätsmanagementsysteme.
  • NACE MR0175/ISO 15156-Konformität für Sauergasanwendungen.

Wir stellen vollständige Dokumentationspakete zur Verfügung, einschließlich DoC, Materialzertifikate und Rückverfolgbarkeitsaufzeichnungen. Unser Ingenieurteam kann bei der Überprüfung von Zertifikaten helfen und sicherstellen, dass Ihr Projekt alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1: Was ist der Unterschied zwischen EN 10204 3.1 und 3.2?

EN 10204 3.1 ist eine vom Hersteller ausgestellte Bescheinigung, die bestätigt, dass das Produkt die Auftragsanforderungen erfüllt. EN 10204 3.2 wird von einer unabhängigen dritten Stelle (z. B. einer benannten Stelle) nach Prüfung ausgestellt. Für die meisten Verbindungselementanwendungen ist 3.1 ausreichend, aber einige Projekte erfordern möglicherweise 3.2.

F2: Kann ein Lieferant die PED-Konformität ohne benannte Stelle nachweisen?

Ja, für Geräte der Kategorie I und II kann der Hersteller die Konformität mit Modul A oder A2 selbst erklären, ohne eine benannte Stelle. Für Kategorie III und IV muss jedoch eine benannte Stelle eingebunden werden. Überprüfen Sie immer das Modul auf der DoC.

F3: Wie oft sollten EN 10204 3.1-Zertifikate aktualisiert werden?

Jede Produktionscharge oder Schmelze erfordert ein neues Zertifikat. Das Zertifikat selbst hat kein Ablaufdatum, aber die Informationen müssen für die gelieferte Charge aktuell sein.

F4: Was soll ich tun, wenn die Schmelzennummer auf dem Produkt unleserlich ist?

Lehnen Sie das Produkt ab. Die Rückverfolgbarkeit ist für die PED-Konformität entscheidend. Der Lieferant muss eine klare und dauerhafte Kennzeichnung sicherstellen. Wenn die Schmelzennummer fehlt oder unleserlich ist, kann das Produkt nicht überprüft werden.

F5: Ist die CE-Kennzeichnung für Verbindungselemente in Druckgeräten obligatorisch?

Ja, wenn die Verbindungselemente auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden und in den Geltungsbereich der PED fallen. Die CE-Kennzeichnung zeigt die Konformität mit der Richtlinie an. Für Verbindungselemente, die in Nicht-EU-Ländern verwendet werden, können jedoch lokale Vorschriften gelten.

Zusammenfassung

Die Überprüfung der PED-Zertifizierung von Verbindungselementlieferanten erfordert einen systematischen Ansatz: Verstehen Sie die anwendbaren Module, fordern Sie die richtigen Dokumente an, validieren Sie EN 10204 3.1-Zertifikate und achten Sie auf Warnsignale. Verwenden Sie die bereitgestellte Checkliste, um Ihre Bewertung zu optimieren. Die Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Lieferanten wie LOKRON gewährleistet vollständige Konformität und Sicherheit. Für weitere Informationen oder ein Angebot kontaktieren Sie unser Team.

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